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Workshop „Verlässlichkeitsorientierte Modellierung und Analyse rekonfigurierbarer Systeme“ mit Dr. Max Walter (TU München)

18.03.2011

Am 10./11. März 2011 fand der Workshop des Arbeitskreises „Sicherheit und Stabilität“ unter dem Titel „Verlässlichkeitsorientierte Modellierung und Analyse rekonfigurierbarer Systeme“ an der Universität Paderborn statt. Als Gastreferenten konnten wir Herrn Dr. Max Walter von der Technischen Universität München gewinnen. Ziel des Workshops war, einen tiefergehenden Einblick in die verlässlichkeitsorientierte Modellierung und Analyse rekonfigurierbarer Systeme zu bekommen und die von Herrn Dr. Walter entwickelte Modellierungsmethode auf Arbeiten aus dem Sonderforschungsbereichs 614 exemplarisch anzuwenden.

Nach der Begrüßung der Workshopteilnehmer durch Herrn Prof. Walter Sextro wurde der Auftaktvortrag durch Herrn Dr. Walter gehalten. Er stellte die neuartige Modellierungsmethode zur Verlässlichkeitsbewertung dynamischer, rekonfigurierbarer Systeme (LARES) vor. Diese wird im gleichnamigen DFG geförderten Projekt an der TU München entwickelt. Es folgte ein Übersichtsvortrag über den Sonderforschungsbereichs 614, in dem Frau Mareen Vaßholz die einzelnen Projekte vorstellte. In den vier nachfolgenden Vorträgen wurden die verschiedenen rekonfigurierbaren Systeme des Sonderforschungsbereichs aus der Sicht verschiedener Domänen vorgestellt. So wurden Anwendungen aus Elektrotechnik, Regelungstechnik, Softwaretechnik und Verlässlichkeitstechnik vorgestellt. Diese interdisziplinäre Denk- und Arbeitsweise zählt zu den Stärken des Sonderforschungsbereichs 614. Herr Markus Köster erläuterte die Herausforderungen hinsichtlich der Verlässlichkeit bei der Entwicklung von rekonfigurierbarer Hardware. Danach eröffnete Herr Jan Henning Kessler den Zuhörern einen Einblick in die regelungstechnische Welt der Rekonfiguration am Beispiel des Feder-Neige-Moduls des RailCabs. Die Unterstützung der Rekonfiguration durch flexible Kommunikationsstrukturen und deren Absicherung zeigte Frau Claudia Priesterjahn auf. Im letzten Vortrag des Tages präsentierte Herr Christoph Sondermann-Wölke die Aktorrekonfiguration am Beispiel des X-by-wire Versuchsfahrzeugs „Chamäleon“. Zwischen den Vorträgen wurde die Zeit für Diskussionen, Fragen und Anmerkungen intensiv genutzt, so dass ein gemeinsames Verständnis über die Herausforderungen bei der verlässlichkeitsorientierten Modellierung rekonfigurierbarer Systeme geschaffen wurde.  

Der zweite Tag des Workshops wurde mit der Präsentation der beiden SFB-Demonstatoren RailCab und Chamäleon eröffnet. Das innovative Schienenverkehrssystem RailCab wurde von Herrn Jan Henning Kessler und Herrn Alexander Peters präsentiert. Es wurden die Konvoifahrt auf der Teststrecke gezeigt und die einzelnen innovativen Module wie das Spurführungsmodul, der Linearmotor als auch das Feder-Neige-Modul veranschaulicht. Das X-by-wire Versuchsfahrzeug „Chamäleon“ wurde von Herrn Peter Reinold vorgestellt. Dieses ausergewöhnliche Versuchsfahrzeug besitzt an jedem Radmodul drei Aktoren für den Antrieb, die Lenkung und die aktive Federung und ist somit mehrfach redundant ausgelegt. Auch in der abschließenden Diskussionsrunde wurde dieser Demonstrator wieder aufgegriffen. So wurde die Modellierungsmethode LARES exemplarisch auf das Versuchsfahrzeug „Chamäleon“ angewandt. Dabei konnten aufkommende Fragen zur Modellierung als auch weiterführende Fragen rund um den Themenbereich verlässlichkeitsorientierte Modellierung und Analyse an Herrn Dr. Walter gestellt werden. Diese beantwortete Herr Dr. Walter umfassend und ergänzte seine Erläuterungen durch anschauliche Beispiele. Hierbei zeigten sich auch die Grenzen der bisher verwendeten Modellierungsmethoden. Somit entstand ein Workshop mit wertvollen Diskussionen an den sich alle Beteiligten gerne erinnern werden. 

Wir möchten uns bei allen Beteiligten für einen gelungen Workshop bedanken. Besonderer Dank gilt Herrn Dr. Max Walter für seine Teilnahme und engagierte Mitarbeit im Workshop.



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