Zentrale Bedeutung für den SFB haben die Aktivitäten unter dem Titel „Interessengruppe Selbstoptimierung“. Diese Gruppe hat sich in der ersten Förderperiode aus dem Arbeitskreis 4 – Demonstrator entwickelt, um neben den eher anwendungsorientierten Arbeiten des Arbeitskreises auch grundlegende, theoretische Fragestellungen zu erörtern. Aufgabe war u. a. die Entwicklung und Erweiterung einer gemeinsamen Begriffswelt im Zusammenhang mit dem Thema Selbstoptimierung. Ferner wurden verschiedene methodische Ansätze koordiniert und die Kommunikation zwischen den beteiligten Fachgruppen gefördert.
Einen wesentlichen Bestandteil der Realisierung selbstoptimierender Systeme bildet die Implementierung der Software. Erst diese ermöglicht es, die erweiterte Funktionalität der Selbstoptimierung umzusetzen. Da sich der Arbeitskreis 3 – Software Engineering schwerpunktmäßig mit der Qualitätssicherung und Koordination der zu entwickelnden Software des SFB 614 auseinandersetzt, wurden ergänzende Treffen der Arbeitskreise 3 und 4 unter dem Dach der Interessengruppe Selbstoptimierung abgehalten. Die Ergebnisse wurden gemeinsam in dem Buch „Selbstoptimierende Systeme des Maschinenbaus – Definitionen, Anwendungen, Konzepte“ veröffentlicht.
Zukünftig sollen die geschilderten Arbeiten in enger Zusammenarbeit mit den Arbeitskreisen 3 und 4 fortgesetzt werden. Da insbesondere die Vernetzung der einzelnen selbstoptimierenden Demonstratoren zu einem selbstoptimierenden Gesamtsystem eine Herausforderung darstellt, wird der Koordination der verschiedenen Prüfstände und Methoden besondere Bedeutung zukommen. Hierbei spielt insbesondere die Interaktion der hierarchisch oder gleichberechtigt strukturierten OCM eine bedeutende Rolle. So sind Fragen bezüglich der Kommunikation der Funktionsmodule, der Propagation von Zielen über hierarchische vernetzte Systeme oder auch der mechanischen Kopplung der Funktionsmodule zu lösen. Ferner wird die mögliche ungewollt negative Rückkopplung von Verhaltensanpassungen über mehrere Funktionsmodule und deren Vermeidung einen Schwerpunkt der Arbeiten bilden.





