In diesem Arbeitskreis werden insbesondere einzelne Sicherheitskonzepte vorgestellt und hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit, vor allem unter Berücksichtigung der Selbstoptimierung, diskutiert. Darüber hinaus sollen vom Arbeitskreis Impulse zur sicherheitsspezifischen Zusammenarbeit einzelner Teilprojekte ausgehen. Das Kommunikationsforum wird zudem auch für externe Experten geöffnet, einerseits, um die entwickelten Methoden und Konzepte zur Diskussion zu stellen, andererseits, um neue Anregungen für mögliche Methoden und Konzepte zu erlangen und auf das Wirkparadigma der Selbstoptimierung anzuwenden.
In der ersten Förderperiode wurde eine gemeinsame Begriffswelt geschaffen, die als Grundlage zur Kommunikation innerhalb des SFBs dient. Darin wird der Begriff Verlässlichkeit mit den Attributen Sicherheit, Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und Vertraulichkeit in Anlehnung an Laprie definiert. Ferner wurden einschlägige Sicherheitsnormen hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit auf selbstoptimierende Systeme überprüft und der risikoorientierte Sicherheitsnachweis eingeführt. Die drei aufeinander folgenden Bestandteile dieses Nachweises sind die Risikoanalyse, die Risikobewertung und die Maßnahmenplanung. Auf dieser gemeinsam geschaffenen Basis bauen weitere Arbeiten und Ergebnisse des Arbeitskreises "`Sicherheit und Stabilität"' auf.
Innerhalb der zweiten Förderperiode wurden die Risiken und Potenziale der Selbstoptimierung näher betrachtet. Risiken birgt die Selbstoptimierung auf Grund ihres nichtdeterministischen Verhaltens. Gerade in der Entwurfsphase sollen mögliche Risiken aufgedeckt und minimiert werden. Zur Bewertung des Risikos wurde der risikoorientierte Sicherheitsnachweis in einen Verlässlichkeitsanalyseprozess integriert. Des Weiteren werden in der Entwurfsphase Fragen zur Rekonfiguration mittels hybrider Modelle mit diskreten und kontinuierlichen Anteilen untersucht. In der Betriebsphase hingegen kommen verstärkt Methoden zum Einsatz, die die Verlässlichkeit der einzelnen selbstoptimierenden Module steigern und das Potenzial der Selbstoptimierung nutzen. Das Bindeglied zwischen der Entwurfs- und Betriebsphase bildet das mehrstufige Verlässlichkeitskonzept. Das Verlässlichkeitskonzept dient zur Zustandsüberwachung eines selbstoptimierenden Moduls und wird in vier Gefahrenbereiche eingeteilt. In dieser Förderperiode wurde das Konzept erweitert, so dass es selbstoptimierenden Modulen und Systemen ermöglicht wird, die Verlässlichkeit mit entsprechender Gewichtung im Zielsystem zu berücksichtigen.
Die in den einzelnen Teilprojekten entwickelten Methoden und Konzepte sind in dem Buch "`Verlässlichkeit selbstoptimierender Systeme -- Potenziale nutzen und Risiken vermeiden"' ausführlich beschrieben. Dieses Buch fasst die Arbeiten der ersten beiden Förderperioden zusammen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass in der zweiten Förderperiode verstärkt Konzepte und Methoden diskutiert wurden, die die Verlässlichkeit einzelner Module erhöhen und ihren Niederschlag in einzelnen Teilprojekten gefunden haben. In der dritten Förderperiode wird die Verlässlichkeit in vernetzten Systemen im Vordergrund stehen. Insbesondere soll validiert werden, ob die diskutierten Methoden und Konzepte ausreichen, um die Verlässlichkeit in selbstoptimierenden vernetzten Systemen zu garantieren. Dazu fließen die Erfahrungen, die mit den Methoden und Konzepten an den Demonstratoren gemacht wurden zurück in den Arbeitskreis und bieten die Grundlage für Erweiterung und Verbesserungen, um selbstoptimierende Systeme verlässlich zu gestalten.


